Die Universität – Ort der Wissenschaften
Bei einer Universität handelt es sich um eine Einrichtung, an der die Wissenschaften durch Forschung, Lehre und Studium gepflegt werden. Eine Universität ist also eine Hochschule, die über ein Promotionsrecht verfügt. Promotionsrecht bedeutet, dass nach dem eigentlichen Studiengang eine Promotion durch Ablegen einer Doktorarbeit erworben werden kann.
An einer Universität hat ein Student die Möglichkeit viele verschiedene Studienfächer zu erlernen. Die Lehrenden an einer Universität qualifizieren die Studierenden auf Grundlage der Wissenschaft. Bezeichnend für eine Universität ist schon seit dem Mittelalter, dass sie eine Gemeinschaft von Lernenden und Lehrenden darstellt.
Universitäten sind berechtigt sich selbst zu verwalten. Sie können Studienpläne eigenständig erstellen und Forschungsvorhaben entwickeln. Ebenso ist eine Universität berechtigt, akademische Grade, also Studienabschlüsse zu verleihen. Mögliche akademische Grade sind das Diplom oder der Doktorgrad.
Die Geschichte
Universitäten gibt es im Europäischen Raum schon seit der Zeit des Mittelalters. Damals beanspruchten Klöster noch das Wissensmonopol für sich. Mit dem Aufkommen der Universitäten änderte sich das zunehmend. Als im Jahre 1810 die Berliner Universität, heute Humboldt-Universität eröffnet wurde, setzte sich die Einheit von Forschung und Lehre durch. Um den Studierenden wissenschaftliche Qualifikationen besser zu vermitteln, ist es von Vorteil, wenn die Lehrenden neben ihrer Lehrtätigkeit auch Forschung betreiben können.
Eine Universität unterscheidet sich dahingehend von einer Hochschule, dass das Spektrum an Studienfächern breiter gefächert ist. Typische Fächer die an einer Universität studiert werden können, sind Philosophie, Geisteswissenschaften, Medizin, Theologie oder Rechtswissenschaften. Einen weiteren wichtigen Fachbereich bilden die naturwissenschaftlichen Studiengänge. Neben den Universitäten, an denen zahlreiche Fächer studiert werden können, gibt es auch welche, bei denen die wissenschaftliche Arbeit auf einen Schwerpunkt hinaus läuft. Die technischen Universitäten haben ihren Schwerpunkt beispielsweise in den Ingenieurwissenschaften.
Eine Form, die den Universitäten gleich gestellt sind, sind die Kunsthochschulen. An ihnen können Fächer, wie bildende Kunst, visuelle Kommunikation oder Architektur studiert werden. In diese Gruppe gehören auch Musik- und Film-, sowie Sporthochschulen.
Fernuniversität Hagen
Eine besondere Form der Universitäten in Deutschland ist die Fernuniversität Hagen. Das zum Erlernen des Faches notwendige Unterrichtsmaterial wird den Studierenden an ihren Wohnort geschickt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine Universität werden durch die einzelnen Bundesländer geschaffen. Finanziert werden Universitäten durch die Mittel der Länder und durch Studiengebühren, welche allerdings umstritten sind und in einigen Ländern wieder abgeschafft werden sollen. Es gibt aber auch Universitäten, die durch Stiftungen oder privates Kapital finanziert werden.
An einer Universität gibt es drei wesentliche Gruppen. Zum einen sind es die Studierenden, die auf wissenschaftlicher Basis für einen Beruf qualifiziert werden sollen. Die zweite Gruppe sind die Dozierenden. Sie vermitteln den Studierenden alle wichtigen Lerninhalte. Die dritte Gruppe sind die Professoren. Sie organisieren das Zusammenspiel von Lehre und Forschung in ihrem Fachbereich eigenständig. Geleitet wird eine Universität von einem Rektor. Das wichtigste Entscheidungsgremium ist der Senat. Ihm gehören Professoren, wissenschaftliche und nicht wissenschaftliche Mitarbeiter und teilweise Studenten an. Für die Vertretung der Interessen einer Universität nach außen, gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit ist die Hochschulrektorenkonferenz zuständig. Für eine erfolgreiche Durchführung der wissenschaftlichen Arbeit, hat jede Universität zentrale Einrichtungen, wie Universitätsbibliotheken, das
Universitätsrechenzentrum, das Sportzentrum, sowie ein Universitätsklinikum für Universitäten mit medizinischem Schwerpunkt.
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