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Diplom – eine berufliche Qualifikation

Bei einem Diplom handelt es sich um einen beruflichen Abschluss, den man bei Beendigung eines Hochschulstudiums erwerben kann. Das Diplom ist eine Urkunde, also eine Auszeichnung, die man nach erfolgreicher Absolvierung eines Studienganges erhält. Dieser Abschluss ist ein akademischer Grad, den man in vielen verschiedenen Fachbereichen erreichen kann.

Studiengänge, die mit einem Diplom abgeschlossen werden, gibt es viele. Der Abschluss lässt sich sowohl in Naturwissenschaftlichen, als auch in Rechts- beziehungsweise geisteswissenschaftlichen Studienfächern erwerben. Auch im Bereich der Medizin werden Studiengänge angeboten, bei denen am ende ein Diplom steht. In Deutschland steht die Erlangung eines Diploms an erster Stelle. Derartige Studiengänge werden am häufigsten studiert. Studiengänge, die mit einem Diplom enden, werden vorrangig in den Ingenieurs- Natur- und Wirtschaftswissenschaften angeboten. Ebenso gibt es aber auch in einigen Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften die Möglichkeit ein Diplom zu erwerben.

Früher und Heute

In Deutschland gibt es das Diplom als akademischen grad erst seit dem 11. Oktober 1899. Zur damaligen Zeit, wurde es als ein Grad der Ingenieurswissenschaften, die an den technischen Hochschulen studiert werden konnten, durch einen königlichen erlass in Preußen verliehen. In der Bundesrepublik wird das Diplom seit den 1950er Jahren als erster akademischer Grad verliehen.

In Deutschland dürfen Diplome ausschließlich von Hochschulen verliehen werden. Dies ist im Hochschulrahmengesetz festgeschrieben. Ausnahmen bilden Fachhochschulen und Berufsakademien. Ein verliehenes Diplom ist in diesen Fällen zulässig, wenn es mit der Abkürzung FH für Fachhochschule beziehungsweise BA für Berufsakademie versehen ist. Das Diplom an einer Fachhochschule oder Berufsakademie kann in einer kürzeren Regelstudienzeit, als das bei Universitäten der Fall ist, erlangt werden. Die Regelstudienzeit bei Fachhochschulen liegt ungefähr bei 8 Semestern. Erwirbt ein Studierender ein Diplom an einer Berufsakademie, handelt es sich dabei nicht um einen akademischen Grad, sondern um eine staatliche Abschlussbezeichnung, die einem verliehen wird.

Diplomprüfungsordnung

Wie ein Diplomstudiengang verläuft, ist in der Diplomprüfungsordnung geregelt. Die Diplomprüfungsordnung muss in Deutschland vom Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes, zunächst geprüft und anschließend zugelassen werden. Zu Beginn eines Diplomstudiums steht ein Grundstudium, welches zwei bis vier Semester dauert. Im Grundstudium werden dem Studierenden Grundkenntnisse und grundsätzliche Fertigkeiten vermittelt. Außerdem soll es der Orientierung dienen. Anschließend folgt ein vier bis sechs Semester langes Hauptstudium. Im Hauptstudium werden die bis dahin erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten differenziert und spezialisiert behandelt.

Vordiplom

Bevor der Studierende das Hauptstudium beginnen kann, muss er ein sogenanntes Vordiplom ablegen. Das Vordiplom erhält man, indem man in den relevanten Fächern schriftliche und mündliche Prüfungen absolviert. Ist dies von Erfolg gekrönt, bekommt ein Student das Vordiplom verliehen und kann anschließend das Hauptstudium aufnehmen. Es gibt Studiengänge, bei denen sich das Vordiplom aus den im Grundstudium erworbenen Zertifikaten für erbrachte Leistungen zusammensetzt.

Das Vordiplom befähigt einen Studierenden noch nicht zur Ausübung des Berufs. Das Hauptstudium wird mit größeren schriftlichen und mündlichen Prüfungen beendet. In manchen Studiengängen setzt sich das Diplom auch aus den im Hauptstudium erworbenen Leistungsnachweisen zusammen.

Abschließend muss jeder Student eine Diplomarbeit schreiben. Diese weist nach, ob er in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten. Wenn die Prüfungen und die Diplomarbeit mit einer ausreichenden Note bewertet werden, wird das Diplom an den Student verliehen.

Bild: James Steidl – Fotolia.com